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Eine Liebserklärung an ein Motorrad Teil 2 und Saisonvorschau 2017

Posted in Kolumne

Am Ende der vergangenen, wunderschönen Saison habe ich den ersten Teil zu meinem Jahresrückblick 2016 geschrieben. Kurz vor Beginn der neuen Saison folgt nun Teil 2 und ich möchte euch erzählen, was für dieses Jahr geplant ist. Ich bin sowas von bereit für all die Abenteuer, die auf uns warten. Gretchen, TAKE ME AWAY!

Nachdem meine Yamaha MT-07, welche ich auf den Namen Gretchen taufte, und ich die ersten gemeinsamen Wochen verbrachten und zu einem wirklich guten Team wurden, folgte ein weiteres Highlight des letzten Jahres: die „MT Night Ride“ in Berlin. Am 10. Juli lud Yamaha Deutschland im Rahmen der MT TOUR 2016 zu diesem exklusiven Event MT-Fahrer aus der Region ein. Das Wetter war spitzenmäßig und die Fahrt von Leipzig nach Berlin brachte richtig viel Spaß – selbst die Rückfahrt mitten in der Nacht war ziemlich aufregend. So viele MT-Modelle an einem Ort erlebt zu haben, war absolut einzigartig und ich bin gespannt, ob dieses Jahr ein ähnliches Event organisiert wird.

Bevor es für Gretchen und mich in unseren ersten gemeinsamen Urlaub gehen sollte, hatten wir eine Menge Spaß auf den Straßen. Touren zur Talsperre Eibenstock, zum Fichtelberg oder zum Kyffhäuser wechselten sich ab mit kleineren Ausfahrten Richtung Torgau, zum Schloss Moritzburg oder der Bitterfelder Goitzsche. Wann immer das Wetter zum Motorrad fahren einlud und die Zeit es zulies, hat man uns auf der Straße antreffen können.

Mein erstes Mal auf der unter allen Bikern bekannten und berühmt berüchtigten Motorradstrecke des Kyffhäsuers werde ich wohl noch lange in Erinnerung behalten. Kurve an Kurve, 36 Stück insgesamt, vor denen zu Beginn der Strecke auf großen Verkehrsschildern gewarnt wird. Für mich war das beunruhigendes Neuland. Etliche Biker, welche die Straßen aus ihrer Westentasche kennen und teilweise ohne Rücksicht auf Verluste auf ihre Kosten kommen wollen. Unten angekommen war ich fix und fertig: nervlich, körperlich, mental. Ich fühlte mich elend, stellte mein bisheriges Können promt in Frage. Nach einer Verschnaufpause mit einer guten Pizza und einer kalten Coke packte mich aber wieder der Ehrgeiz. Diesen Ort wollte ich nicht verlassen, ohne es nochmal versucht zu haben. Rauf aufs Bike, rauf auf den Berg. Und es lief. Ich kann es jedem nur an Herz legen: wenn die Angst an deine Tür klopft, dann lass dein Vertrauen öffnen, und du wirst sehen, dass niemand da war. Über das Thema Angst beim Motorrad fahren habe ich übrigens vergangenes Jahr auch einen Blogpost auf dem Blog Motoblogging meines Kollegen Tobias geschrieben, diesen findest du hier.

Am 2. September war es dann soweit. Gretchen und ihre große Schwester wurden auf einen Hänger geladen, was zugegeben eine ziemlich abenteuerliche Aktion war, aber man wächst an seinen Aufgaben ;-), und es ging ab Richtung Meer. Wir verbrachte ein paar richtig schöne Tage in Stralsund im Motorradhotel Altstadt Hotel zur Post Stralsund, welches ich übrigens sehr empfehlen kann. Wir erlebten wunderschöne Touren auf Rügen, Fischland-Darß-Zingst und der Region. Einen Tag hat es uns sogar bis zum Ostseebad Boltenhagen verschlagen, weil wir dort eine alte Bekannte meiner Familie besucht haben.

Manche von euch fragen sich vielleicht, warum mein Freund und ich uns nicht für die Berge entschieden haben. Aber die Antwort ist eigentlich ganz einfach: ich liebe das Meer und ich wollte wissen, ob die Strecken dort tatsächlich so motorraduntauglich sind, wie viele behaupten. Und ein bisschen habe ich auch die Macke, genau das zu tun, was vielleicht nicht üblich ist ;-). Und was soll ich sagen? Es war toll! Natürlich kannt man die dortigen Straßen nicht mit den kurvenreichen Pässen gebirgiger Regionen vergleichen, aber wenn du durch einen verwunschenen, sattgrünen Wald braust und im nächsten Augenblick tut sich das Meer vor dir auf – die Möwen kreischen und die Sonne geht ein Lichtspiel mit den tanzenden Wellen ein, du und dein Motorrad direkt an den einzigartigen Küsten entlang, dann verschlägt es dir den Atem und du wirst diesen Moment nie wieder in deinem Leben vergessen. Das garantiere ich dir!

Die letzten Wochen der Saison vergingen anschließend wie im Flug. Wir lernten viele neue Menschen kennen und einige davon sind zu wirklich guten Freunden gewurden. Man wächst so wahnsinnig schnell in die Familie der Biker und Bikerinnen rein und mir wurde bewusst, wie sehr ich die Momente der gemeinsamen Ausfahrten und das Gefühl von Gemeinschaft vermissen werde. Ein letztes Foto-Shooting im Herbst rundete für mich die Saison 2016 perfekt ab, die Ergebnisse seht ihr hier, und kurz vor dem 31.10. ging es für Gretchen dann in den wohlverdienten Winterschlaf.

In den nächsten Tagen kommt sie.. ENDLICH.. wieder heim. Ich weiß, sie wartet schon auf mich ;-). Einige Umbauten und die Vorfreude auf das Gefühl, welches sie mir gibt, lassen die Schmetterlinge in meinem Bauch tanzen. Was alles vor uns liegt kann ich nur erahnen, denn das Jahr hat bereits so spannend begonnen, dass ich mir kaum getraue auszumalen, wie es wohl weitergehen wird. Vieles ist geplant und bei einem Großteil davon mieme ich noch den Spielverderber und verrate nicht allzu viel. Denn über ungelegte Eier redet man nicht, aber ich kann wohl schon jetzt sagen, dass viele spannende Zusammenarbeiten, Projekte und Events kommen werden :-).

Definitiv werde ich vom 24.-26.03. mit der Rennleitung auf den Berliner Motorradtagen sein. Außerdem ist im Juni ein Kurventraining auf dem Spreewaldring und mit den Motorradfreunden Leipziger Neuseenland ein gemeinsames Wochenende, ebenso im Spreewald, fest eingeplant. Ob es darüber hinaus wieder in einen Motorrad-Urlaub geht, steht noch nicht fest. Unverhofft kommt oft ;-).

Außerdem möchte ich natürlich mit meinem Blog immer professioneller werden und euch noch mehr interessanten, hilfreichen und unterhaltsamen Kontent liefern. Daran arbeite ich sehr hart und lerne jeden Tag dazu. Unheimlich dankbar bin ich über jede Unterstützung und all die Menschen, die mir helfen. Diesen Blog und alles was dazu gehört neben seinem Beruf und Alltag zu verwirklichen kostet manchmal viel Kraft, Schlaf und Verständnis von Mitmenschen. Aber es ist genau das, was ich tun will. Genau das macht mich glücklich. Es ist wie mit dem Motorrad fahren: wirklich gut wirst du erst, wenn du deine Komfortzone verlässt.

Kommt gut und vor allem sicher in die neue Saison. Ich hoffe, wir sehen uns!

Viele Grüße, Marie

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