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Deutschlands erste Motorradmesse 2017: die SachsenKrad | Werbung

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Wer die heiligen Bikerhallen einer Motorradmesse betritt, hat ihn sofort in der Nase: den Geruch von Öl, Benzin und Gummi. Genau so habe ich auch meinen ersten Moment, als ich am vergangenen Samstag und Sonntag die SachsenKrad 2017 besucht habe, in Erinnerung. Nach viel zu langer winterlicher Motorradabstinenz hat das mein Herz sofort höher schlagen lassen und in bin eingetaucht in ein aufregendes und zugleich wunderbares Wochenende.

Als mich Ende des letzten Jahres Daniela und Franz von der Ortec Messe und Kongress GmbH angefragt haben, ob ich nicht Lust hätte, sie bei der SachsenKrad 2017 für das Thema „Frauen & Motorrad“ zu unterstützen, habe ich nicht lange gezögert. Die Beiden hatten ganz genaue Vorstellungen und schnell war der Plan geschmiedet, dass ich gemeinsam mit dem (Radio-)Moderator André Hardt meinen Blog auf der Bühne vorstelle und zu meinen bisherigen Erfahrungen aus dem Leben als Bikerin berichte.

Natürlich war meine Aufregung im Vorfeld riesig. Ich liebe es unheimlich zu schreiben und zu bloggen. Aber auf einer Bühne vor Menschen zu sprechen ist nochmal eine ganz andere Nummer, denn eine typische „Rampensau in der Öffentlichkeit“ bin ich absolut nicht. Aber diese Erfahrung wollte ich mir keines Falls entgehen lassen – auch um mich selbst mal wieder herauszufordern – und so ging es voller Vorfreude am 14.01. und 15.01. auf nach Dresden.

Die SachsenKrad habe ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal besucht. Manch einen verwundert dieser Satz jetzt vielleicht, aber: mir ist direkt positiv aufgefallen, dass die Messe nicht allzu groß ist. Manche Stände waren dadurch natürlich eng bestellt. Ich persönlich fühle mich aber schnell erschlagen, wenn ein Überangebot an Aktionen, Attraktionen, Ständen und Ausstellern auf mich einwirkt. Vor zwei Jahren besuchten wir z.B. eine Messe in Las Vegas: das komplette Kontrastprogramm. Wie auf dem türkischen Basar wirst du dort von allen Seiten angesprochen, zum Anhalten bewegt und mit Geschenken, Proben und Giveaways nahezu überhäuft. Mein freiheitsliebendes Wassermanngemüt ist damit schnell überfordert.

Die Bekleidungsecke für eingefleischte Motorradfahrer hätte ich mir dahingehend trotzdem umfangreicher gewünscht. Manche Stände wirkten doch sehr „ramschig“. Da ich mir noch das ein oder andere anschafften möchte, bin ich dort also kaum auf meine Kosten gekommen. Das was ich suchte, hatten die Händler leider nicht im Gepäck.

Außerdem hätte ich mir z.B. eine Grid-Girl-Wahl o.ä. auch als Frau gerne angesehen und mitgefiebert. Was mir außerdem „negativ“ aufgefallen ist, war die große Bierwerbung auf der Bühne. Alkoholgenuss verbinde ich einfach nicht mit Motorrad fahren und daher war das meiner Meinung nach völlig fehl am Platz.

Ob nun gewisse und auch speziellere Aussteller im Gegensatz zu den Vorjahren gefehlt haben – darüber kann ich mir kein Urteil bilden. Für jemanden wie mich hat das Angebot an vorhandenen Maschinen definitiv gepasst und ausgereicht.

Denn nichts desto trotz hat es die SachsenKrad geschafft, viele verschiedene Austeller für sich zu gewinnen und einen soliden Mix aus Motorrad-, Fahrrad- und Freizeitthemen anzubieten. Während man z.B. auf der Leipziger Motorradmesse nur sehr schwer an gewissen Modelle und Ansprechpartner herankommt, hatte man auf der SachsenKrad genügend „Zeit und Raum“, sich alles in Ruhe anzusehen, eine Menge Bikes Probezusitzen und mit dem einen oder anderen Aussteller ins Gespräch zu kommen. Vor allem bei Yamaha, die durch Gärtners Motorradshop aus Dohna vor Ort vertreten waren, haben wir uns sehr wohl gefühlt und konnten so einige interessante Informationen in Sachen Zubehör, zukünftige Veranstaltungen und neue Modelle in Erfahrung bringen.

Fazit: keine Hektik, kein Stress, wenig Gedränge. Dafür viele entspannte Aussteller, interessante Neuheiten (für mich als „Anfänger“ ja sowieso) und eine äußerst angenehme und unaufgeregte Messeatmosphäre. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, um einen super Start in die neue Motorradsaison zu bieten. Und das hat die SachsenKrad 2017 trotz des winterlichen Schnee- und Sturmtreibens außerhalb der Messehallen definitiv geschafft.

Nun aber noch zu meinen ganz persönlichen Highlights der Messe: die Gespräche mit André Hardt und dem Streckenkommentator Bernd Fulk auf der Bühne in Halle 4.

Am Samstag führten wir das Interview zu dritt und ich war wahnsinnig aufgeregt. Man glaubt gar nicht, wie schwer es ist, bei dieser Anspannung so zu sein, wie man wirklich ist. Natürlich möchte man echt rüberkommen oder zumindestens das vermitteln können, was einen bewegt und warum man sich diesem tollen Hobby angeschlossen hat. Im geschriebenen Wort fällt mir das nicht schwer. Ein Profi in Sachen Auftritt muss aus mir aber erst werden ;-).

Am Sonntag war ich dann bereits wesentlich entspannter und nicht mehr allzu abgelenkt von den verschiedensten Eindrücken, die man auf so einer Bühne hat. André und ich haben eine kleine Wohnzimmeratmosphäre geschaffen und ich konnte noch ausführlicher über meinen Einstieg ins Motorrad fahren, meinen Blog und meine zukünftigen Zielen sprechen.

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Ich bin froh, einen so erfahrenen und sympathischen Moderator wie André an meiner Seite gehabt zu haben, welcher die Gespräche gut geleitet und sowohl interessante als auch humorvolle Aspekte angesprochen hat. Das war definitiv eine Erfahrung, die mich bereichert und wieder ein Stück bestärkt hat. Ich habe mich getraut ins kalte Wasser zu springen und etwas Neues auszuprobieren. Immer wenn wir uns erlauben, nicht perfekt sein zu müssen, sind wir schon um Klassen besser. Und ja: an diesem Wochenende hatte ich keinen Anspruch an Perfektion an mich selbst (was mir äußerst schwer gefallen ist 😉).

Erst im Nachgang habe ich im Übrigen mitbekommen – als ich mir das Interview vom Sonntag zu Hause angesehen habe – dass André davon erzählte, dass er selbst den Motorradführerschein vor 15 Jahren gemacht hat. Durch die ungewohnte Akustik der Mikrofone ist mir diese Information doch glatt durch die Lappen gegangen. Gerne wäre ich darauf eingegangen. Aber was nicht ist, kann ja nächstes Mal noch werden 😉.

Ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich in diesem Jahr dabei sein durfte. Ich habe mich wahnsinnig gefreut, wen ich zu dieser Gelegenheit wiedersehen und kennen lernen durfte. Viele der MT-Freunde-Sachsen sind gekommen, sowie einige Freunde und Menschen, die hoffentlich zu Freunden werden. Vielen Dank auch an Christoph Springer, der auf seinem Blog Unkorrekt und in der Sächsischen Zeitung unter anderem über mich berichtet hat.

Leider ist das Warten auf den heißersehnten Saisonbeginn nun noch ein Stückchen schwerer, wenn man erst einmal wieder hautnah mit den vielen wunderschönen Maschinen in Berührung gekommen ist, aber nicht mehr lange und wir starten gemeinsam in eine neue, aufregende und abenteuerliche Saison. Ich freue mich!

Seid ihr auch auf der SachsenKrad gewesen oder werdet ihr die kommenden Wochen noch Motorradmessen besuchen?

Ich freue mich über euere Kommentare.

Viele Grüße, Marie

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