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Fröhliche Weihnachten!

Posted in Kolumne

Als ich gestern endlich die letzten Geschenke besorgt und im Auto verstaut hatte, kam mir auf meiner Heimfahrt die Erinnerung in den Kopf, als ich vor etwa einem Jahr mein Motorrad bestellt und gekauft habe. Als alles unter Dach und Fach war, fragte mich der Yamahahändler: „Und, freust du dich denn auch ein bisschen?“

Wahrscheinlich hatte ich einen ähnlich verbissenen Eindruck gemacht, weil „die Sache noch schnell erledigt werden musste“, wie ich das die letzten Tage tue. Die Maschinen werden mal mehr und mal weniger knapp bemessen auf die Händler „verteilt werden“ und um meine Wunschfarbe zu bekommen, musste ich mich sehr zeitig entscheiden. Und ja, ich muss gestehen, dass ich in diesem Moment so viele andere Dinge im Kopf hatte und wirklich erst Wochen später realisiert und mich gefreut habe, dass da bald mein erstes eigenes Motorrad kommt.

Ähnlich ging es mir die letzten Wochen. Die Tagen rannten an mir vorbei; immer mit dem Gefühl, zu wenig von dem, was ich mir vornehme, zu schaffen und mich zu viel von dem, was eigentlich den Stress nicht wert ist, unter Druck setzen zu lassen. Oft war der Wunsch sehr groß, mir einfach mein Gretchen schnappen zu können und mit ihr meinen Kopf frei zu bekommen. Die Vorfreude auf Weihnachten geriet immer mehr in Vergessenheit. Ist das nicht unheimlich schade? Nicht nur an Weihnachten.

Mark Twain hat mal gesagt: „Ich hatte mein ganzes Leben viele Probleme und Sorgen. Die meisten von ihnen sind aber niemals eingetreten.“

Zu oft geben wir den eigentlich unwichtigen Dingen im Leben den Raum, wichtig zu werden. Zu oft möchten wir gerne die Zeit anhalten, um nur noch diese eine Sache erledigen zu können, die wir uns für den Tag vorgenommen haben. Und zu oft vergessen wir dabei, dass gerade wir in der glücklichen Lage sind, ein absolut selbstbestimmtes Leben leben zu können. Ja – wir vergessen, wie gut es uns eigentlich geht. Wir vergessen zu genießen, glücklich zu sein und uns zu freuen. Zumindest von Zeit zu Zeit. Meiner Meinung nach aber viel zu oft.

Daher wünsche ich Euch aber auch mir heute eine Weihacht, wie Jutta Gornik sie beschrieben hat:

Ich wünsche euch in diesem Jahr,
mal Weihnachten, wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.
Ich wünsche euch ein kleines Stück,
von warmer Menschlichkeit zurück.
Ich wünsche euch in diesem Jahr
eine Weihnacht, wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her,
da war so wenig und doch so viel mehr.
In diesem Sinne wünsche ich euch
eine schöne, friedliche Weihnachtszeit…

Nehmt euch Zeit für Eurere Lieben, genießt die Feiertage, streitet euch nicht. Sind die Dinge, über die ihr euch heute ärgert, auch noch in fünf Jahren wichtig? Wenn nicht – dann lasst sie los. Gesundheit, Glück, Zufriedenheit und Frieden – das wünsche ich uns allen. Auf dem Motorrad, aber auch im Leben abseits von unserem gemeinsamen Hobby (falls es das überhaupt gibt 😉 ).

Ich möchte mich auf diesem Wege auch bei allen bedanken, die mich in dem was ich tue unterstützen, mir liebe Worte hinterlassen und mich sein lassen, wie ich bin. Danke! Für all die die produktiven, konstruktiven, manches Mal auch herauszufordernden Aufgaben, die – im durchweg positiven Sinne – zu bewältigen waren und sind.

Frohe Weihnachte, eure Marie <3

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5 Comments

  1. Sehr schön geschrieben. Weihnachten ist vorbei, also nen guten Rutsch ins 2017 🙂
    LG vom Rudi

    28. Dezember 2016
    |Reply
    • Motorradmieze
      Motorradmieze

      Hallo Rudi, vielen Dank :-)! Das Gleiche wünsche ich dir auch. Und falls du auch Motorrad fährst – eine tolle Saison 2017 :-). LG Marie

      28. Dezember 2016
      |Reply
      • Jo fahre ich. Schon über 40 Jahre. Gott ich bin alt 🙂

        28. Dezember 2016
        |Reply
        • Motorradmieze
          Motorradmieze

          Man ist nur so alt wie man sich fühlt :-P.

          28. Dezember 2016
          |Reply
          • Stimmt. Wenn du aus NRW kommst, treffen wir uns ja vielleicht mal an einem Biker Treff. LG vom Rudi

            28. Dezember 2016

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